b) chemische Verwitterung Definition: Unter chemischer Verwitterung versteht man das Lösen des Gesteins durch Wasser oder Säuren. Reines Wasser kommt in der Natur selten vor, es enthält neben H+ und OH- Ionen meist auch anorganische und organische Säuren, welche die Lösung beschleunigen. Die wichtigsten Säuren, die für die chemische Verwitterung verantwortlich sind: Kohlensäure (H2CO3), Schwefelsäure (H2SO4) und Salpetersäure (HNO3). Kohlensäure ist neben den organischen Säuren die bedeutendste. 1 Kohlensäureverwitterung: Kohlensäure löst Kalk und führt die Ionen (Ca und CO3) mit dem Wasser fort. Kohlensäure (H2CO3) entsteht aus CO2 und H2O. Von Karsterscheinungen spricht man, wenn Kalk z.B. entlang von Rissen aufgelöst wird. 2 Oxidationsverwitterung: Eisenhaltige Mineralien im Gestein verbinden sich mit Sauerstoff. Sie oxidieren (rosten). Die Oxidation bewirkt eine Volumenzunahme, das Kristallgitter zerfällt. Die chemische Verwitterung ist im tropischen Flachland am stärksten. Grund: hohe Temperaturen, viel Niederschlag, Wasser fliesst nicht sofort ab. c) biologische Verwitterung 1 biomechanische Verwitterung: Gesteinszersetzung vor allem durch den Wurzeldruck der Pflanzen. 2 biochemische Verwitterung: Gesteinszersetzung durch organische Säuren. Diese entstehen aus Ausscheidungsprodukten (Huminsäuren und Exkrementen), ausgeatmetem CO2 und toten Pflanzen und Tieren. Allgemein gilt: Die arid-semiaride Zone ist gekennzeichnet durch mechanische Verwitterung. Tropen und Subtropen weisen starke chemische Verwitterung auf, welche zu mächtiger Bodenbildung führt. Die verschiedenen Verwitterungsarten unterstützen sich gegenseitig.