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Im Graphen oben ist ersichtlich, dass erst ab einer gewissen Territoriumsgrösse ein minimaler Gewinn Nutzen (Min.) gewährleistet ist, nämlich dort wo der Nutzen knapp über den Kosten liegt (> Min.). Dies wäre die minimale Grösse, die ein Individuum zum Überleben braucht. Optimal wäre aber die Reviergrösse wo der Nutzen am weitesten über den Kosten steht, denn der Gewinn (4) wäre hier am Grössten. Die Grösse wird dann vom oberen Schneidepunkt der beiden Linien (Kosten/Nutzen) beschränkt (Max.), da ein noch grösseres Revier zu einem Verlust führen würde.
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## Innerartliche Beziehungen zwischen Lebewesen
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### Grundlegende Voraussetzungen:
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Jedes Lebewesen hat ein Bedürfnis sich fortzupflanzen. Hauptgrund ist der Erhalt der Gene (Allele) innerhalb einer Population (Fortpflanzungsgemeinschaft). Wäre dies nicht der Fall, würde die Population, oder gar die Art aussterben. Meistens bringt es einem Lebewesen den grössten Erfolg, wenn es sich selbst fortpflanzt, da es seine Gene direkt an die Nachkommenschaft weitergibt. Ausnahmen bilden Populationen, in denen sich die Individuen nahe verwandt sind (Bienenstock, Ameisenstaat, Wolfsrudel etc.) wo es reicht, wenn sich nur ein paar davon fortpflanzen.
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Um sich fortpflanzen zu können, bedarf es bestimmter Ressourcen, insbesondere eines Territoriums oder Reviers (Nahrung, geeignete Nistplätze etc.). Solche Territorien müssen verteidigt werden, insbesondere gegen innerartliche Konkurrenz (siehe Buch S. 38 - 41).
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Die Grösse des Territoriums hängt einerseits von den verfügbaren Ressourcen und/oder der physischen Verfassung der Individuen ab. Entsprechend kann die Grösse stark variieren.
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## Individualisierte Gruppen:
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- Alle Individuen der Gruppe kennen sich untereinander. Oft besteht dabei auch eine bestimmte Hierarchie.
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- Lineare Beziehungen:
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A>B>C>D etc. (Hühnerstall)
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- Dreiecksbeziehungen: (Schimpansen: Kein Individuum steht wirklicher linearer Beziehungen zu den Anderen) Also Komplett vermischt
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## Anonyme Gruppen:
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Individuen kennen sich aufgrund der grossen Gruppengrösse nicht persönlich.
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- Geschlossene Gruppe: Die Individuen erkennen sich meist am Duft (z.B. Bienenvolk;
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Termitenstaat)
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- Offene Gruppe: Individuen erkennen die Gruppenangehörigkeit nicht und können der Gruppe beitreten, oder sie auch verlassen, wie sie wollen (Fischschwarme, z.T.
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Vogelschwärme). Gründe für das Gruppenleben sind insbesondere die Reduktion von Gefahren durch Prädatoren: Verdünnungseffekt (bei vielen Individuen ist die Chance dass «ich» gefressen werde kleiner); Verwirrungserfekt (durch viele Individuen werden die Prädatoren verwirrt urld der Erfolg geschmälert). Negative Faktoren wie Ressourcenknappheit (zu wenig Futter, Nistplätze etc.) beschränken dann aber zu grosse
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Gruppen. |